Sigi und Mami stehen neben einem Kehrwagerl. Sigi hält einen Besen und fragt: „Wer ist dieser Meisel?“

Frühkindliche Prägung 

Mit Comics ist es wie mit ekligem Essen, an das man schon als Kind zwangsgewöhnt wurde und zu dem man sich später nie aus eigenen Stücken überwinden würde. Entweder du hast bereits als Kind eine Leidenschaft für Comics entwickelt oder dir sind die bunten Seiten egal wie eine PowerPoint-Präsentation, vorgetragen von einem Anzug, der mit Langeweile gefüllt ist.

Meine drei älteren Schwestern sind also schuld, weil sie nicht all ihr Taschengeld in Schokolade, wie jedes normale Kind, umgewandelt haben, sondern Lustige Taschenbücher und MAD-Magazine gekauft und überall in unserer Wohnung wie Fallen ausgelegt haben.

Ich liebte diese Comics, vor allem die Geschichten mit Phantomias, aber sie waren nur die Einstiegsdroge. Was braucht ein Kind mit viel Chaos in der Familie? Natürlich vorbildliche Helden wie Superman, Wundergirl und Batman. Ich habe versucht, eine Karriere als Superheld zu starten, aber meine Möglichkeiten als Kind in einem Wiener Vorort waren eher begrenzt. Deshalb habe ich mich für die zweitbeste Karriere entschieden. Ich wollte Superhelden-Comics zeichnen. Und dann kam das Leben mit all den Ablenkungen, Hürden und zeitfressenden Jobs.

Erwin Meisel Teaserbild mit betont weißen Haaren
Erfüllung oder Torschlusspanik

Lebensträume verblassen mit dem Alter oft. Gleichzeitig wird es einfacher, den Fokus ohne Ablenkung auf ein Herzensprojekt zu legen.

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Teaserbild AI-Slop unaufgefordert generiert von ChatGPT
AI-Nutzung und Entstehungsprozesse

Internet-Trolle und Besserwisser behaupten oft grundlos, dass digitale Werke KI-generierte Massenware sind. Nicht zuletzt deshalb dokumentiere ich die Entstehung meiner Werke.

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Teaserbild aus dem Comic BlackGoo
Zukunftsmusik in leisen Tönen

Mein Projekt „Quasimodo von Wien" ist hoffentlich erst die Initialzündung für eine ganze Reihe von Projekten, die ich hier auf der Website präsentieren möchte.

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Erfüllung oder Torschlusspanik

Alter ist keine Schande, aber oftmals eine Ausrede dafür, Lebensträume verblassen zu lassen und sich damit abzufinden, dass es an der Zeit ist, den Bleistift an andere, jüngere Talente zu übergeben. Der Gedanke hat nur zwei Haken. Erstens habe ich nichts zum Übergeben, da ich meine Karriere erst jetzt starte, und zweitens möchte ich meine eigenen, schrägen Geschichten erzählen. Niemand anders will oder kann meine Geschichten aufs Papier bringen.
Erwin Meisel im Alter von 4, 16 und 58 Jahren
Ein kleines Bildrätsel: Auf diesen Bildern bin ich vier, sechzehn und 58 Jahre alt. Könnt ihr das Alter den jeweiligen Bildern zuordnen? Falls das Rätsel zu schwer ist, hier ein kleiner Hinweis: Achtet einfach auf die Reihenfolge der Bilder von links nach rechts.
Warum der Zeitpunkt jetzt reif ist für mich? Ich kann mich besser auf Dinge konzentrieren, die mir sehr wichtig sind, und bin nicht mehr so leicht abgelenkt (der Gamer in mir widerspricht heftig). Außerdem ist es einfacher denn je, handwerkliche Defizite mit technischen Hilfsmitteln wie 3D-Programmen auszugleichen. Auch Referenzen und Tutorials stehen durch das Internet viel zahlreicher zur Verfügung als noch im dunklen Vor-IT-Zeitalter. Aber ich nutze niemals KI zum Erstellen von Grafiken, Illustrationen und Comicseiten, doch dazu an anderer Stelle mehr.
Ich bin ein Spätzünder, der sich in kreativen Krisen gereizt durch die weißen Haare fährt und gelegentlich in Panik verfällt, weil die biologische Uhr ständig im Hinterkopf hämmert. Aber was sind die Alternativen zum manischen Schaffen? Glücklich und entspannt das Leben genießen? Niemals.
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AI-Nutzung und Entstehungsprozesse

Wir alle kennen besserwisserische Zeitgenossen, die unter dem Zwang stehen, einen bei kreativen Höhenflügen ständig auf den Boden der Realität zurückschmettern zu müssen. Die Extremvariante davon sind Internet-Trolle, quasi Nörgler auf digitalen Steroiden. Genau die werde ich gelassen ignorieren, wenn sie behaupten, dass meine Werke AI-generiert sind. 
AI-Slop unaufgefordert erstellt von ChatGPT
Ich wollte ChatGPT nur fragen, ob mein Webseitenkonzept funktioniert und sich einfach in WordPress umsetzen lässt. ChatGPT hat das Ruder an sich gerissen und unaufgefordert diesen generischen Disney-Abklatsch verbrochen.
Trotzdem werde ich den Entstehungsprozess meiner Werke dokumentieren. Es geht darum aufzuzeigen, dass sich Illustrationen und Comics nicht einfach aus dünner Luft manifestieren, sondern, im Idealfall, ein langer, durchdachter Prozess dahintersteckt. Und genau da ergibt die Dokumentation des Entstehungsprozesses Sinn, denn man selbst vergisst oft, wie hart die Geburt einer Seite war, wie viele Mutationen zum finalen Ergebnis geführt haben.
Ich verwende AI ausschließlich zur Recherche und zum Korrigieren von Texten. Das beinhaltet auch verzweifelte Hilfeschreie, wenn es um das Lösen technischer Probleme beim Erstellen dieser Website geht. Das ist es. Ich schreibe und zeichne Comics aus Leidenschaft und möchte keinen einzigen Schritt dieses Kreativprozesses an Software auslagern, der es vollkommen egal ist, was sie produziert.
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Zukunftsmusik in leisen Tönen

Vorerst habe ich nur ein Projekt auf dieser Seite zu präsentieren. „Quasimodo von Wien“ war der Auslöser für die Erstellung dieser Website, und das nur, weil ich mich selbst unter Druck setzen wollte und eine URL im Comic abgedruckt habe, für die es noch keine Inhalte gab. Letztendlich möchte ich aber noch drei weitere Bereiche hinzufügen.
Ausschnitt der Comic-Kurzgeschichte Black Goo
Black Goo ist eine fünfseitige Comicgeschichte, bei der ich den Comic-Noir-Stil ausprobieren wollte. Genau darum geht es bei solchen Miniprojekten: Das kreative Experimentieren steht im Vordergrund. Gleichzeitig geht es aber auch darum, sich ein Erfolgserlebnis zu verschaffen, wenn das Comic fertig ist. Denn nichts ist frustrierender, als dutzende Opera Magna unvollendet in der digitalen Schublade verstauben zu lassen.

Tutorials

Ich erstelle Tutorials nicht nur für Lehrlinge zur Verwendung im Unterricht, sondern auch für mich, da oft viel Zeit zwischen der Anwendung von Software vergeht und mein Siebhirn Wissen schneller ins Nirwana verstreut, als ich „Wenn ich 22 Stunden in der Woche arbeite, bin ich Dienstagmittag fertig“ sagen kann. Ich werde die Tutorials nach und nach online stellen und Feedback einarbeiten.

Portfolios und andere Comicprojekte

Jetzt liegt der Schwerpunkt auf Quasimodo von Wien, aber ich möchte immer Neues ausprobieren und Altes verbessern. Auch wenn ich oft monatelang keinen Zeichenstift zur Hand genommen habe, hat sich im Laufe der Jahrzehnte doch ein Berg von zu ehrgeizigen Projekten mit zu kleinem Fundament aufgebaut. Auf die Portfolio-Seiten klatsche ich alles, was sich im Laufe der Jahre angesammelt hat und meine strenge Selbstzensur erfolgreich durchläuft.

Besserwissern mit Satire

Unreflektierte Meldungen in die Öffentlichkeit posaunen ist heute dank Internet einfacher denn je. Ziel ist es, politische Beobachtungen pointiert und reflektiert und mit dem Ruhepuls eines Zen-Meisters in Satire abzubilden, auch wenn es Themen gibt, die mein grünes Blut zum Kochen bringen.
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